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Sprache und Identität. Dies soll hier kein Grundsatzartikel werden, sondern die Niederschrift eines kleinen und kurzen Gedankens. Oftmals liefert das Sprichwort "In der Kürze liegt die Würze" die Wahrheit freihaus. Sprache ist der erste Ausdruck unserer Identität. Dieser Spruch ist so alt wie viele Zeitalter höchstselbst. Identität verspricht es überall. Doch was heißt denn dies überhaupt? Zunächst muß diesem Spruche natürlich aus innerer Kraft zugestimmt werden. Dies unsägliche Wort, überall taucht es auf in heutigen Zeiten, meint doch nichts anderes als die Wesenseinheit, ich meine die Wesenseinheit vom Geäußerten und dem Inneren, sprich der Gleichheit - nein besser der Gefolgschaft oder oftmals auch genannt Konsequenz - des Seins (Mensch, Seele, Körper usw.) und der Ausdruckskraft des Seins (Wort, Bild, Ton usw.). Das heißt auch, daß aus einem gewissen Sein (Menschenart, Volk) eine gewisse Ausdruckskraft (bestimmte Sprache) herrühren muß. Und dies ist der springende Punkt dieser Geschichte. Aus der vorliegenden Sprache kann durchaus auf die geistige Kraft, ja auf das Sein selbst zurückgeschloßen werden. Das Geäußerte entspricht (Gefolgschaft!) dem Sein. Doch auch diese Regel darf wahrlich nicht als grundsätzlich angesehen werden, so doch oftmals das Sein genial und die entsprechende Äußerung enttäuschend ist. Dies rührt freilich daher, daß man das Äußern im wahrsten Sinne des Wortes betrachtet, also als das, was man äußert, von sich hinaus gibt; doch auch Gedachtes, Lyrik, philosophische Gedanken gehören zum Geäußerten. So darf man die Sprache allein nicht als das (sic!) Geäußerte betrachten, wohl aber als das Geäußerte im kultischen Sinne, im Sinne des Kultur- und Werkschaffenden Betriebes. Sprache ist und bleibt, gleichwohl ihrer teils geringen Stellung bewußt, das Zentrum der Äußerungsfähigkeit des Menschen an sich. DAZU SPÄTER MEHR ... Hier muß natürlich angemerkt werden, daß die vorliegenden Begriffe nicht unter die Subsumtion philosophischer Fachbegriffe, i.e. Sein usw. fallen, sondern in einem profanen, einfachen Sinne gebraucht wurden. Die Sprache und das hehre Sein, laßt doch bitte beide nicht beliebig sein, sind sie doch Ausdruck unsers Innern, Das eine kann ohne das Andere nicht gewinnen.
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